Städtefahrt nach Regensburg, Passau, Salzburg

Der Traditiondes Heimatvereins folgend begaben sich 43 Mitglieder und Gäste des Vereins am 24. Juni auf die jährliche Städtefahrt. Nach frühem Start in Meckenheim wurde nach zweistündiger Fahrt das Rasthaus im Spessart erreicht, das seinen berüchtigten Ruf aus der Geschichte abgelegt hat und heute ein beliebter Rastpunkt für Busreisende und Andere ist.
Hier gab es für die Gruppe Kaffee und ein Glas Sekt, die Voraussetzungen für eine lebhafte Weiterreise nach Regensburg waren geschaffen.

Regensburg In der alten Bischofsstadt erwartete die Reisenden eine reichhaltige Brotzeit.
Anschließend standen zwei Gästeführerinnen zur Dom- und Stadtführung bereit. Im Dom, dem größten, gotischen Bauwerk in Bayern, erfuhren die Gäste alles über die Regensburger Domspatzen, den „lachenden Engel“, die neue Schwalbennestorgel und den Teufel und seine Großmutter, deren Bildnisse auch einen Platz in diesem Gotteshaus haben. Die anschließende Stadtführung verlangte einiges an Stehvermögen, denn die Regensburger Altstadt ist wirklich noch mittelalterlich, was sich in schmalen Gassen, Wohntürmen an den reichen Bürgerhäusern und einem formidablen Kopfsteinpflaster ausdrückt.

Passau Anschließend ging die Fahrt weiter nach Passau, wo ein komfortables Hotel bezogen wurde.
Der nächste Tag begann mit strahlendem Sommerwetter und einer Stadtführung durch Passau. Zunächst wieder ein Dom, dieses Mal ein Kunstwerk des Barock, mit Putten und überschäumender, barocker Lebensfreude und natürlich der weltbekannten Orgel .Die Stadtführung über steile Treppen und kleine Gassen zeigte auch hier mittelalterliche Wohnverhältnisse auf und vermittelte gleichzeitig einen Eindruck von den Kämpfen der Bewohner gegen das fast jährliche Hochwasser von Inn und Donau.
Zurück am Dom tauchten die Besucher in einem halbstündigen Konzert in das Brausen der Domorgel ein. 17000 Pfeifen erschlossen die Möglichkeiten dieses gewaltigen Instrumentes. Am Nachmittag stand eine Fahrt in die schöne Landschaft des Bayerischen Waldes auf dem Programm. Bayerischer Wald, das ist auch Glaskunst von weltweiter Bedeutung, und so lernte die Gruppe bei einer Führung durch die Schauproduktion der Firma JOSKA die Herstellung, Veredelung und Gravur kennen, und man weiß nun auch, was es bedeutet, wenn „ alles in Butter“ ist.

Salzburg Für den dritten Tag stand eine Fahrt nach Salzburg auf dem Programm.
Trotz wahrhafter Touristen- massen gelang es den beiden Stadtführern, ihren Gästen diese bezaubernde Stadt nahe zu bringen. Beim Spaziergang durch die Gassen und „ Durchhäuser“ fühlte man sich in die Zeit Mozarts zurückversetzt, und am Dom, dem Höhepunkt der Führung, konnte man den „ Jedermann“ auf den Domstufen praktisch erahnen. Das Mittagessen wurde im Schlosshotel in Hellbrunn eingenommen und danach hatten Unentwegte die Gelegenheit, nochmals nach Salzburg zurückzukehren, um die Eindrücke zu vertiefen.
Einige entschieden sich aber auch für die Bänke und die bekannten Wasserspiele im Park.

Nürnberg Der vierte Tag sah leider die Abreise vor, aber es winkte noch ein „ Schmankerl“: Nürnberg.
Beim Eintreffen dort regnete es zwar die bekannten Bindfäden, das tat der Unternehmungslust aber keinen Abbruch. Die einzelnen Führungen sammelten sich und erkundeten zunächst einmal die Burg und die wechselvolle Geschichte der Stadt, die viel mehr zu bieten hat als die der unseligen NS Zeit.
Die Kaiser des hl. röm. Reiches deutscher Nation haben zur Gründung beigetragen, Wallenstein ging hier zur Schule und belagerte später die Stadt im 30-jährigen Krieg, und Namen wie Albrecht Dürer, Veit Stoß und Hans Sachs sind Bildungsallgemeingut. Lebkuchen, Bratwürste und Christkindlmarkt tun ein Übriges, um den Namen Nürnbergs in aller Welt bekannt zu machen. Im Keller „ Zum Spießgesellen“ wurde dann das Abschiedsmittagessen serviert, und als Überraschungsgast berichtete ein leibhaftiger Wallenstein über sein unruhiges Leben.
Nach einem letzten Kaffe startete dann der Bus in Richtung Nord. Je weiter man sich dem Main näherte, desto besser wurde das Wetter, Würzburg lag schon im Sonnenlicht, und beim Erreichen des Gasthauses im Spessart war schon wieder herrliches Sommerwetter. Es gab die vorgeschriebene Busfahrerpause, und dann rollte die Gesellschaft müde, aber volle schöner Eindrücke der Heimat entgegen.

“Weiter so“ Der Dank Aller galt wieder Herrn Peter Brunn, der mit seinen Helferinnen diese schöne Tour erarbeitet hatte, aber auch Georg Bungert, der den Bus souverän durch z.T. „ handschuhenge“ Gassen gesteuert hat. Das nächste Jahr bringt hoffentlich wieder eine neue Reise und bis dahin rufen wir nach guter Heimatvereinssitte Herrn Brunn zu:“ Weiter so“
C.R.