Nachlesenswertes aus unserem Archiv

Fahrt nach Kaub und zur Burg Pfalzgrafenstein am 22.8.2017

Die im 12. Jhdt. errichtete und nie zerstörte Zollburg Pfalzgrafenstein und danach das Blücher- Museum in Kaub waren das Ziel einer Gruppe des Heimatvereins am 22. 8. 2017. Bei strahlendem Sonnenschein war die Überfahrt mit dem Schiffchen ein reiner Genuss. Die „Pfalz im Rhein“, so der Name der Zollburg, erinnert an ein Schiff, das gegen den Strom fährt und zeigt sich mit seinen Holzgalerien und dem Wehrgang noch heute äußerst wehrhaft. Vom Turm und durch die Schießscharten hatten die Besucher einen wunderbaren Ausblick auf das Rheintal.

Ein ehemaliges Gasthaus, im Barockstil von 1780, ist heute Blücher- Museum. Das Haus diente seinerzeit dem Feldmarschall Blücher bei seinem Übergang über den Rhein als Hauptquartier. Anschaulich wird die Geschichte der Rheinüberquerung mit Soldaten, Pferden und Kanonen in der Sylvesternacht 1814 dargestellt. In den restaurierten Räumen mit ihren Kachelöfen, großformatigen Tapeten und Möbeln waren Büsten, Waffen, Orden und Handschriften und vieles mehr zu bewundern.

Zum Ausklang bewirtete die Jugendherberge die Gruppe mit reichlich Kuchen, Sahne und Kaffee, bevor der Bus durch das herrliche, sonnige Rheintal wieder in Richtung Meckenheim fuhr, das gegen Abend wohlbehalten erreicht wurde.


Hansestädte und Backsteingotik Städtefahrt des Heimatvereins 2017 …

Am 21. Juni, zu nachtschlafender Zeit, startete der Bus mit 44 Mitgliedern des Heimatvereins zu seiner jährlichen Städtereise. Ziel waren dieses Mal die Hansestädte Uelzen, Lübeck, Wismar und Rostock und Zeugen der norddeutschen Backsteingotik. Nach flotter Fahrt, nicht einmal der berüchtigte Kölner Stau konnte die Reisegeschwindigkeit beeinflussen, erreichte man am späten Vormittag Uelzen. Die alte Hansestadt, im 2. Weltkrieg stark zerstört, weist heute sehenswerte Fachwerkhäuser, zahlreiche Kapellen und die gotische Stadtkirche auf. Touristisches Hauptmerkmal ist allerdings der Bahnhof, den der Künstler Friedensreich Hundertwasser für die Expo 2000 gestaltete. Er war Hauptbestandteil der Führung und wurde bis ins kleinste Detail erläutert. Nach diesem ersten kulturellen Higlight ging die Fahrt weiter, bis gegen Abend das Hotel in Spornitz, unweit von Schwerin, erreicht wurde. Wie gewohnt fanden alle Reisende schöne Zimmer und ein einladendes Abendbuffett vor.

Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen, denn der Bus startete um acht Uhr gen Lübeck. Dort zeigte eine geführte Rundfahrt welch ein wohlhabendes Bürgertum in der alten Hansstadt ansässig sein muss, und vermittelte einen Eindruck über die großzügig gestalteten Parks und Grünanlagen. Die anschließende Führung zu Fuß berührte bekannte Gebäude wie das Holstentor, das Budenbrookhaus, das Rathaus, die St. Marienkirche und das Haus der Schiffergesellschaft. Aber auch die ehemaligen Elendsquartiere, aus denen sich im Laufe der Zeiten begehrte Wohnviertel entwickelt haben wurden gezeigt, das Leben der Menschen früher und heute erklärt. Leider drohte gegen Mittag ein Gewitter, das sich dann auch vorzeitig entlud und die Reisegesellschaft etwas durchnässt am Ratskeller anlangen ließ, wo ein ausgezeichnetes Mittagessen die Stimmung schnell wieder hob. Für den Nachmittag stand dann die Fahrt nach Wismar an.

Auch dort verstanden es örtliche Führer, mit launigen Vorträgen das Leben und Treiben in früherer Zeit zum Leben zu erwecken, und den Zuhörern die großartige Kunst der Backsteingotik näher zu bringen. Der Turm der Marienkirche und die St. Georgenkirche sind eindrucksvolle Zeugen. Erfüllt mit tausend Eindrücken traf die Gruppe gegen Abend wieder im Hotel ein, und einige Unermüdliche trotzten nach dem Abendessen bei heimischen Getränken noch der „ Nachgewitterstimmung“.

Für den dritten Tag stand die Hansestadt Rostock auf dem Programm. Der Bus parkte am Ufer der Warnow und es hieß erst einmal einige Stufen zum Hochplateau mit dem alten Markt und dem Turm der Petrikirche zu erklimmen. Auch Rostock hatte im 2. Weltkrieg sehr unter feindlichen Luftangriffen zu leiden und wurde zerstört. Zum Glück wurde es beim Wiederaufbau von DDR Plattenbauten verschont, und so präsentiert sich heute eine Innenstadt mit zahlreichen, historischen Gebäuden, überragt von der Marienkirche, deren astronomische Uhr vielfach bestaunt wurde. Das Mittagessen wurde, etwas beengt zwar aber zünftig, in der „ Kogge“ eingenommen, ehe die Fahrt weiterging nach Bad Doberan.

Hier, in der ehemaligen Zisterzienserabtei, gab es ein Baudenkmal zu bestaunen, das seines Gleichen sucht. Das Doberaner Münster, die „ Perle der deutschen Backsteingotik“ begeisterte mit seinen himmelstrebenden Pfeilern, dem Chorgestühl, den teilweise außerordentlich kunstvollen Grabkapellen, Sarkophagen und Standbildern und mit seiner sehr reichen Ausstattung alle. Höhepunkt der Besichtigung war ein halbstündiges Orgelkonzert, das den gewaltigen Dom mit Klang erfüllte, und dem man gerne noch länger gelauscht hätte. Aber der Heimweg rief, und zum Abschluss des Abends erfreute ein „ echter Mecklenburger“ die Gäste mit Seemannsliedern und allerlei „ Klönschnack“. Pünktlich um acht Uhr in der Frühe startete der Bus zur Heimreise, die allerdings noch in Lüneburg unterbrochen wurde.

Hier, in der alten Salz- und Hansestadt galt es neben stattlichen Bürgerhäusern das Rathaus zu besichtigen. Der vom 13. bis ins 19. Jh. Gewachsene Gebäudekomplex veranschaulicht den Reichtum der Stadt, der im äußerst lukrativen Salzhandel begründet war. Hier galt es Säle mit üppigen Schnitzereien und Deckenmalereien zu bewundern, wunderbare, farbige Glasfenster und üppiges Tafelgeschirr aus Silber. Eine Führung durch die malerische Altstadt schloss sich an, und pünktlich zur Mittagszeit wurde das historische Gasthaus zur Krone erreicht. Nomen est Omen, das Essen dort war bestimmt eine der „ Kronen der Reise“! Nach kurzem Privataufenthalt startete der Bus dann am frühen Nachmittag Richtung Meckenheim, das nach problemloser Fahrt am Abend erreicht wurde. Der Dank aller Teilnehmer galt Herrn Brunn und seinen Helferinnen, eine Ankündigung zu einer möglichen Reise im nächsten Jahr wurde mit Freuden begrüßt und man verabschiedete sich mit einem donnernden:“ Weiter So“!

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9.4. Wanderung mit der Kolpingfamilie

Heimatverein unterwegs

Wanderung mit der Kolpingfamilie. Von Merzbach über ein Teilstück des Jakobsweges bis Loch. Über Scherbach, Schlebach und Neukirchen am Waldrand entlang zurück zum Parkplatz

Von Merzbach über ein Teilstück des Jakobsweges bis Loch.

Über Scherbach, Schlebach und Neukirchen am Waldrand entlang zurück zum Parkplatz.

Ein schöner Tag mit Frühlingsblüten -duft und -grün und Vogelgezwitscher war ein alle erfreuender Frühlings-Sonntagsnachmittag. Die Schlußeinkehr im Waldhotel war die Krönung. Im Schatten der Bäume verzehrten wir Kaffee und Torte, lecker!

© Fotos und Text: Rita Tobisch


Rundwanderung um den Hochtürmerberg

Am 19.03.17 machten sich 15 Wanderer des HV um 13.oo Uhr per
                          Mitfahrgelegenheit ab Kirchplatz nach Lanzerath auf den Weg.

Heimatverein unterwegs

Am 19.03.17 machten sich 15 Wanderer des HV um 13.oo Uhr per Mitfahrgelegenheit ab Kirchplatz nach Lanzerath auf den Weg.

Ab hier begann unser Rundwanderweg mit Wanderführer Dietzel um den Hochtürmerberg mit schönem Ausblick auf die Ahrberge. Wir wanderten teils schöne Waldwege, als auch freies Feld mit Ausblick auf das Siebengebirge, Petersberg usw.

Gegen 15.oo Uhr waren
                         wir zur Schlußeinkehr im Berg angemeldet. Gegen 15.oo Uhr waren wir zur Schlußeinkehr im Berg angemeldet. Es war eine leichte, kurze Tour und für den HV ": W e i t e r so".

Bildergalerie: Bitte dazu ein Bild anklicken


Besuch der Ausstellung „Wunder der Natur” im Gasometer Oberhausen

Am 21. September machte sich bei strahlendem Herbstwetter eine Gruppe des Heimatvereins auf nach Oberhausen, um die Ausstellung „Wunder der Natur“ im Gasometer zu besuchen. Trotz der obligatorischen Staus um Köln herum, erreichte der Bus sein Ziel zeitgerecht, und die Besucher konnten die Besichtigung in freier Zeiteinteilung beginnen. Wer zuerst die Treppen zur Plattform 1 des Industriegiganten in Angriff nahm, oder lieber den Aufzug benutzte, dem bot sich vom Dach des Gasometers ein atemberaubender Ausblick auf das Ruhrgebiet. Nie hätte man so viel Grün in diesem Industriegebiet vermutet, manch einer hat vielleicht an das Versprechen Willi Brandts gedacht: „Blauer Himmel über der Ruhr”!

Nach diesem Erlebnis hieß es, in die dunklen Tiefen des Gasometers einzutauchen. Gut Beratene kletterten zunächst auf die Ebene 3 um als „ Astronauten“ die Erde zu bestaunen. Wenn man sich an die Dunkelheit gewöhnt hatte, drehte sich vor staunenden Augen unser blauer Planet im Zeitraffertempo einmal um seine Achse. Die Erdteile zogen im Tages- und Nachtlicht an einem vorbei, man hatte wunderbare Gelegenheit, die eigenen Erdkundekenntnisse zu prüfen. Auch das Verständnis für das Entstehen von Hochs und Tiefs und anderen Wetterphänomenen wurde bei dieser tollen Schau erweitert.

Nach dem Abstieg warteten dann die zweite Ebene und das Erdgeschoss mit einer tollen Fotoausstellung auf die Besucher. Es führt zu weit, hier Einzelheiten anzuführen, aber es war wohl jeder begeistert von dem, was mit Fotos dargestellt werden kann. Aber auch Videos vom Vogelzug, Ammoniten von beeindruckender Größe und Korallen gab es zu bestaunen, die Zeit verging wie im Fluge. Da sich dann der Hunger meldete begab sich die Gruppe zum nahegelegen Centro, dem gigantischen Einkaufsparadies von Oberhausen. Einige konnten den Verlockungen der Geschäftswelt nicht widerstehen, der Rest der Gruppe fand aber Beim „Apotheker” eine reichhaltige Speisekarte vor. Danach wartete der Bus schon wieder und die Heimfahrt wurde angetreten, zufrieden und müde trafen alle am frühen Abend wieder in Meckenheim ein. Foto F. Opitz


Besuch bei den Islandpferden auf dem Reiterhof Lilo Breuer

Besuch bei den Islandpferden auf dem Reiterhof  Lilo Breuer

Heimatverein unterwegs

Vorbei an Kornfeldern und Obstplantagen wanderten wir von Meckenheim nach Altendorf. Nach einer guten Stunde war unser Ziel erreichten. Hier empfing uns die Inh. Frau Breuer schon mit kühlen Getränken, Kaffee und Kuchen im gemütlichen Innenhof, umgeben von den alten Stallungen.

Nach dieser wohl verdienten Pause ging es hinaus auf die Weide, wo die gutmütigen Islandpferde standen. Schnell waren wir von den neugierigen Pferden umringt. Hier erfuhren wir viel Wissenswertes über die Haltung und Gewohnheiten dieser Tiere. Die Stadtkinder konnten den Umgang mit den Pferden beobachten und eine kleine Reiter-Vorführen ansehen. Ferienkind Ben aus Frechen führte sogar ein Pferd bis in den Stall; jetzt fürchtet er sich nicht mehr vor Pferden! (s.Bildergalerie) Besuch bei den Islandpferden auf dem Reiterhof  Lilo
                    Breuer Auf dem Hof wird ein vielfältiges Programm für Groß und Klein angeboten. Von Ferienfreizeiten bis hin zu Tages- und Übernachtungsritten ist alles möglich. Wer Entspannung, Spaß oder Abendteuer sucht – auf dem Kraadepol kommt jeder auf seine Kosten.

Besuch bei den Islandpferden auf dem Reiterhof  Lilo
                    Breuer Diese kleine Wanderung, die Begegnung mit Kindern und Tieren hat mal wieder gezeigt, wie wichtig solche Ausflüge für ein Miteinander sind. Der Heimatverein Meckenheim e.V. sorgt nicht nur für die Verschönerung und Erhaltung des Ortsbildes, sowie die Denkmals- und Landschaftspflege, sondern bietet eben auch solche Wanderungen an, damit wir bei anregenden Gesprächen uns und unsere Umgeben besser kennenlernen.


Traumpfad Virne- Burgweg

Sonntag 22. 5. 16 10:00 Uhr
                    Traumpfad Virne- Burgweg Wan Traumpfad Virne- Burgweg Wanderung

Heimatverein unterwegs

Sonntag 22. 5. 16 Wanderung auf dem Traumpfad Virne- Burgweg. Vom Parkplatz in Virneburg über den Nitzbach zur Burgruine Virneburg. Auf Naturwegen zur Wacholderheide Schafberg und Blumenrather Heide, zur Virneburgschutzhütte und zurück nach Virneburg.

Sonntag 22. 5. 16 10:00 Uhr
                    Traumpfad Virne- Burgweg Wan Traumpfad Virne- Burgweg Wanderung Sonntag 22. 5. 16 10:00 Uhr
                    Traumpfad Virne- Burgweg Wan Traumpfad Virne- Burgweg Wanderung


Wanderung von Walporzheim über den Kalvarienberg nach Bad Neuenahr

Sonntag 8. 5. Wanderung von Walporzheim über den Kalvarienberg nach Bad Neuenahr

Heimatverein „auf Schusters Rappen“

Sonntag 8. 5. Wanderung von Walporzheim über den Kalvarienberg nach Bad Neuenahr. Vorbei am Kloster Calvarienberg und der Lourdes Kapelle.

Sonntag 8. 5. Wanderung von Walporzheim über den Kalvarienberg nach Bad Neuenahr


Mitgliederversammlung 2016 - Ehrungen

Für 25 Jahre Mitgliedschaft Frau Monika Porath nicht anwesend: (Herr Alfred Rabenstein Frau Annemarie Schliebach)
Für 30 Jahre Mitgliedschaft Herr Dieter Burdak, Herr Prof. Dr. Wilhelm Meyer mit Frau, Herr Hans Ritter mit Frau, Herr Herbert Rücker mit Frau, Herr Jürgen Steinert, Frau Rita Tobisch nicht anwesend: (Herr Herbert Krausen)
Für 35 Jahre Mitgliedschaft Frau Ingeborg Schräder
40 Jahre Mitgliedschaft Herr Hans Jakob Hardt, Herr Herbert Kihm, Frau Gertrud Klösgen, Herr Hanno Schmitz mit Frau, Herr Franz-Josef Spilles, Herr Hermann von Lassaulx nicht anwesend: (Herr Dr. Jan-Baldern Mennicken, Frau Therese Piel, Herr Hermann Josef Prior)

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Fahrt nach Mainz

Besuch bei Marc Chagall und dem ZDF

Am 21. April machten sich bei strahlendem Frühlingswetter 48 Mitglieder des Heimatvereins auf den Weg nach Mainz. Ziel waren die Stefanskirche mit ihren berühmten Fenstern von Marc Chagall und das Sendezentrum des ZDF.

ZZwei Führerinnen erklärten zunächst die Geschichte der Kirche St. Stefan, die 990 durch Erzbischof Wlligis als Gebetsstätte des Reiches erbaut wurde, wahrscheinlich im Auftrag der Kaiserin Theophanu. Sie ist vor allem durch die weltberühmten Glasmalereien von Marc Chagall bekannt, die dieser als Zeichen christlich- jüdischer Aussöhnung erschaffen hat.
Besuch bei Marc Chagall und dem ZDF
Es ist dem unermüdlichen Einsatz des früheren Pfarrers von St. Stefan, Monsignore Klaus Meyer, zu verdanken, dass die Tradition als Friedenskirche heute wieder fortgesetzt wird. Der Eintritt in die Kirche war das besondere Erlebnis, man befand sich in einem hohen Raum, der von einem leuchtenden Blau durchflossen war. Blau war die bevorzugte Farbe von Marc Chagall, und seine Fenster im Chor der Kirche erstrahlten in allen Blautönen. Mit den dargestellten biblischen Gestalten und Ereignissen hätte man sich mehrere Stunden beschäftigen können.
Besuch bei Marc Chagall und dem ZDF Kirche St. Stefan

AAber der zweite Teil der Fahrt lockte, um 12:30 Uhr wurde die Gruppe beim ZDF erwartet. Pünktlich öffnete sich das Tor, und der Bus konnte vor dem Hauptgebäude halten, um seine Gäste zu entlassen. Ein Gästeführer stand bereit, um die Besucher in Empfang zu nehmen und sie zunächst einmal zur Kantine zu geleiten, schließlich war Mittagszeit. Ein reichhaltiges Essensangebot ließ keine Wünsche offen, doch wer insgeheim gehofft hatte, vielleicht die eine oder andere aus dem Fernsehen bekannte Persönlichkeit zu sehen, der wurde enttäuscht. Die Aufklärung dieses Umstandes erfolgte bei der anschließenden Führung: Ungeschminkt und „ in Zivil“ erkennt man niemanden!
Besuch bei Marc Chagall und dem ZDF  - hier im aktuellen Sportstudio

Zügig ging es dann von Studio zu Studio, wo man die moderne Technik erklärt bekam, und manch einem beim Anblick der riesigen Scheinwerfer- und Beleuchtungsanlagen im wahrsten Sinne des Wortes ein „ Licht aufging“.
Fernsehgarten Fahrt nach Mainz ZDF
Man hatte Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen, und viele werden die abendlichen Nachrichtensendungen und Talkshows jetzt mit anderen Augen betrachten. Umfassend wurde die Verteilung der einzelnen Studios über die Republik erläutert und die Verwendung der Finanzmittel, u.a. auch unserer Rundfunk- und Fernsehgebühren, dargelegt. Zwei Stunden vergingen wie im Flug, man hätte dem unglaublich eloquenten Referenten und seinem humorgewürzten Vortrag gerne noch länger zuhören mögen. Aber es wurde Zeit, der Bus wartete, und auf der Herfahrt hatten einige Staus auf der Gegenfahrbahn Verzögerungen angedroht. Bei immer noch strahlendem Sonnenschein wurde die Rückfahrt angetreten, nach aller Technik konnte man sich nun an der verschwenderisch blühenden Natur erfreuen. Kein Stau hielt den Bus auf und die Reisenden erreichten pünktlich aber müde Meckenheim. Alle fanden, dass das ein gelungener Tag war und waren sich einig in dem Wunsch: „Weiter so“!

©Text: C. R.



Wanderung auf den Spuren der Rheinromantik zum Drachenfels (16.4.2016)

Die Wanderung führte auf den Spuren der Rheinromantik zum Drachenfels. Mit der Mehlemer Fähre nach Königswinter und von dort durch das Nachtigallental zum Schloss Drachenburg. Über den Eselweg Aufstieg zum Drachenfelsplateau und zur Burgruine. Danach Abstieg in Richtung Rhöndorf und Rückweg durch die Weinberge nach Königswinter.


Besuch bei unseren Ahnen in der Jungsteinzeit

Anfang des Jahres machte sich eine kleine Gruppe des Meckenheimer Heimatvereins auf, um die Ausstellung „Revolution Jungsteinzeit“ im Rheinischen Landesmuseum zu besuchen. Alle möglichen Erwartungen hinsichtlich -alte Skelette, Tongeschirrfragmente u.Ä.- wurden bei Weitem übertroffen! In einer überaus informativen und spannenden Führung fühlte man sich fast in die Zeit 7000 Jahre v.Ch. versetzt.



Unsere steinzeitlichen Vorfahren unterschieden sich wenig von uns hinsichtlich Anatomie und Intelligenz. Auch ihre Lebensformen glichen den heutigen Vorstellungen vom täglichen Leben schon sehr genau. Größere Lebensverbände und die Familie hatten den gleichen Wert wie bei uns, die Sesshaftigkeit und damit auch die Arbeitsbelastung begannen sich auszubreiten, Ackerbau und Viehzucht bestimmten den Alltag.

Die „Revolution“ wurde ausgelöst durch die Zuwanderung von Menschen aus Anatolien, die im Verlauf von ca. 1500 Jahren die „Kulturschwelle“ überwanden, sicherlich auch begleitet von gewalttätigen Auseinandersetzungen, was einige Funde belegen. So wurde im Verlauf einer Stunde ein Bogen geschlagen vom Leben in der Steinzeit bis zur heutigen Zeit, der in Bezug zur Gegenwart und ihren aktuellen Problemen durchaus Gelegenheit zum Nachdenken bot.

Der Heimatverein dankt insbesondere der Führerin des Museums für diese hervorragende Präsentation! ©Text: C. R., Bild: K. J. Dietzel


Fahrt zur Westfalen Culinaria in Nieheim

© R.Tobisch

Bei herrlichem Frühlingswetter machten sich am 7. April 28 Mitglieder des Heimatvereins auf den Weg nach Ostwestfalen. Ziel war die beschauliche Stadt Nieheim im Kreis Höxter, bekannt durch ihre Käseproduktion. Leider endete die Fahrt schon gleich nach der Auffahrt auf die Autobahn im Stau, und so wurde den Teilnehmern eine verlängerte Anreise zugemutet, die aber die gute Laune nicht beeinträchtigte.

Erster Höhepunkt war die Überquerung des „Passes“ im Teutoburger Wald mit Aussicht auf eine wunderschöne Frühlingslandschaft. Das Ziel in Nieheim wurde dann aber doch erreicht, der freundliche Führer hatte auf seine Gäste gewartet, und los ging’s zur ersten Station der Besichtigungen, dem Brotmuseum. Hier erfuhr man alles über die Fertigung von Brot im Steinbackofen, aus Natursauerteig versteht sich, über die Arbeitsbedingungen in so einer Bäckerei und über den sozialen Aspekt des gemeinsamen Brotbackens. Auch die Fertigung von Pumpernickel und natürlich auch die Geschichte der Namensgebung des Gebäckes wurde erklärt. Napoleons Pferd kam hier erst an zweiter Stelle.

Weiter ging es zum Schinkenmuseum. Hier erfuhr man alles über die Arbeitsabläufe für Westfälischen Knochenschinken, angefangen bei der Schweineaufzucht bis zum Trocknungsvorgang in der Räucherkammer. Wer auf eine Kostprobe gehofft hatte, wurde leider enttäuscht.

Die nächste Station war das Biermuseum, und hier beeindruckten die blanken Braukessel, die noch heute zu bestimmten Zeiten in Betrieb genommen werden, und zwar von einem Kegelclub, dessen Mitglieder zu „Zeitbraumeistern“ werden. Die Bierbrauerei hat in dieser Stadt noch eine Tradition, und diejenigen, die das Ergebnis anschließend an die Führung im Restaurant verkosten konnten, waren des Lobes voll über ein richtig gutes, süffiges Bier.

Dann war erst einmal Mittagspause angesagt, und die Gruppe konnte mit westfälischer Kartoffelsuppe, Lauchkuchen und anderen regionalen Leckereien den Hunger stillen. Nach einer Stunde jedoch stand der unermüdliche Gästebegleiter wieder im Raum und forderte zum weiteren Rundgang auf.

Jetzt war das Käsemuseum an der Reihe. Hier wurde man auf einem Video Zeuge der Herstellung von Käse allgemein, aber auch vom einheimischen Produkt, einem Rohmilchkäse, der nicht nur in der nahen Umgebung, sondern durchaus auch in ferneren Regionen bekannt sein soll. Man hörte alles über Schimmel, Bakterien und sogar Milben Im Käse, konnte sich über die „Zusammengehörigkeit“ von Weinen und Käse informieren und erfuhr vom Nieheimer Käsemarkt, der an geraden Jahren im September bis zu 70 000 Menschen in die kleine Stadt lockt.

Der Höhepunkt der Führungen war das Sackmuseum, eine in Deutschland einmalige Sehenswürdigkeit. Neben einem mit viel Liebe zusammengetragenen Heimatmuseum mit Schätzchen aus der guten, alten Zeit, beeindruckte eine Sammlung von Säcken aller Art und zu jeder denkbaren Verwendung. Man konnte nur staunen, über die Geschichten und Anekdoten, die mit alten Säcken verbunden sein können. Die Auswahl der Exponate reichte vom gewöhnlichen Kartoffelsack über Säcke mit Aufdruck, die Auskunft über den Status ihrer Besitzer gaben, wertvolle Zuckersäcke, bis zu einer Sammlung von Tüten, wie sie in Flugzeugen und Schiffen für gewisse unangenehme Begleiterscheinungen der Reise bereit gehalten werden. Alles das gesammelt und katalogisiert von einem offensichtlich sehr aktiven Heimatverein.

Müde, aber voller schöner Eindrücke trat die Gruppe nach einer Aufmunterung mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen den Heimweg an, der völlig problemlos verlief. Der Dank an die Exkursionsleiterinnen war herzlich.
C. Rudloff



Besuch der romanische Kirche St. Maria im Kapitol in Köln

Zum neuen Halbjahresprogramm 2015 besichtigte der Meckenheimer Heimatverein die im Krieg stark zerstörte, aber wieder vollständig aufgebaute romanische Kirche St. Maria im Kapitol in Köln.

Dass an dieser Stelle bereits ein römischer Kapitolstempel stand, haben jüngst Ausgrabungen ergeben. Eine wechselvolle Geschichte vom römischen Kapitolstempel bis zu einem ca 690 gegründeten Damenkonvent mit Marienkirche, danach weiteren Umbauten, wurde in verschiedenen Epochen immer wieder ein völlig verändertes Erscheinungsbild geprägt.

Besonders erwähnenswert der Kleeblattchor, der Lettner, die Bildertür aus Holz und das Gabelkreuz (ca 14. Jahrhundert), die um 1180/90 entstandene Madonna Eleousa, mit der sich die Legende des kleinen Jungen Hermann Joseph, der dieser Madonna täglich einen Apfel brachte, verbindet.

Vieles wäre noch zu berichten; es war ein wunderbarer, lehrreicher Ausflug.



Historische Spurensuche in Bonn

Am 8. 10. begaben sich 20 Mitglieder des Heimatvereins

unter fachkundiger Leitung auf eine Exkursion in Bonn, die sich mit den Spuren französischer Besetzungen des Rheinlandes beschäftigte.

Schon immer haben zwischen den Nationen diesseits und jenseits des Rheines lebhafte Beziehungen bestanden, sehr oft kriegerischer, oft aber auch kultureller Art. Zeugnisse davon lassen sich in Bonn und seiner Umgebung noch heute finden. Nicht nur das „Pumpernickel“ bzw. die „Fisematentchen“ als sprachliche Relikte können hier Zeugnis ablegen, auch das „ Franzosenkraut“ erfreut bis heute nicht des Gärtners Herz, und viele Verordnungen in Verwaltung und territorialer Einteilung haben bis in unsere Zeit Bestand.

Der napoleonische „Code Civil“ war Grundlage vieler Gesetze. Anhand von Zitaten, u. a. von E.M. Arndt, erfuhr man von der Ablehnung, ja dem Hass, der allem französischen zu der Zeit entgegengebracht wurde. Aber, obwohl die Universität geschlossen wurde, weil Professoren sich weigerten, der politischen Linie zu folgen, wurde die erste öffentliche Schule in Bonn gegründet, und trotz weit verbreiteter Ablehnung der Besatzungsmacht sind im langjährigen Neben- und Miteinander freundschaftliche und familiäre Beziehungen entstanden, die hüben und drüben noch heute verbinden. Wir freuen uns über französisch- deutsche Partnerschaften, die ihren Ursprung in vergangenen Jahrhunderten haben, so die Rückgabe der St. Michaelsglocke an die Kirche in Schwarzrheindorf, aus der die Partnerschaft Bonn- Mirecourt in Lothringen entstand.

Es waren zwei außerordentlich lehrreiche, auch zum Nachdenken anregende Stunden, die die Gruppe verbringen durfte. Das Wetter hatte, nach anfänglichem Regenguss ein Einsehen, man konnte diesen Nachhilfeunterricht in Geschichte genießen



Das Spiel der tausend Fäden

Besuch im Haus der Seidenkultur in Krefeld

AIm Rahmen der Reihe "Heimische Industriegeschichte" besuchte der Heimatverein am 24. September das Haus der Seidenkultur in Krefeld. 25 Mitglieder des Vereins erreichten nach einer etwas längeren, aber urgemütlichen Zugfahrt Krefeld und wurden dort im Haus der Seidenkultur vom Geschäftsführer des Fördervereins herzlich begrüßt. Das Industriedenkmal in der Luisenstraße ist eine ehemalige Seidenweberei, die Ende der 90er Jahre ihre Pforten endgültig schließen sollte.

Der Initiative der Frau des letzten Inhabers war es zu verdanken, dass der Betrieb in ein Industriemuseum umgewandelt, wurde und so die alte Kunst der Paramenten- und Seidenweberei nachfolgenden Generationen weiterhin vorgeführt werden konnte. Seit 1908 fertigte die Paramentenweberei von Hubert Gotze Stoffe für liturgische Gewänder und war zeitweise sogar weltbekannt. Nach einem sehr informativen Film wurde die Gruppe von einem der letzten, noch lebenden Mitarbeiter der Firma durch das Haus geführt. Das damals vornehme, so genannte „Vier Fenster Haus“ besaß zwei getrennte Eingangstüren, eine für vornehme Kundschaft, die andere für Personal und Lieferanten. Der Heimatverein wurde durch die erste Tür hereingebeten. In dem historischen Websaal befanden sich in der ersten Etage acht hölzerne Handwebstühle mit Jaquardaufsatz, auf denen sowohl einfache Leinenstoffe, als auch kostbare Brokatgewebe hergestellt werden konnten.

Die Erklärung der Techniken des Webens und Vorführung der Webstühle vermittelte in beeindruckender Weise dieses alte Handwerk. Man verfolgte gebannt den Tanz der tausend Fäden, das Spiel der Schiffchen mit Gold und Seidenfäden. Diese Vorführung erklärte aber auch, weshalb in heutiger Zeit die Manufakturen keine Überlebenschance hätten. Zum Abschluss wurde den Gästen eine niederrheinische Kaffeetafel serviert, die ihrer Namensschwester aus dem Bergischen Land in keiner Weise nachstand.

Beladen mit vielen, schönen Eindrücken wurde die Rückfahrt mit dem Zug angetreten.



Museum für Binnenschifffahrt in Duisburg

Vom Keltenfloß zum Supertanker: Besuch des Heimatvereins im Deutschen Museum für Binnenschifffahrt in Duisburg

Am 30. Jul 2014 startete eine Gruppe des Heimatvereins per Bus in Richtung Duisburg. Auf dem Programm stand eine Besichtigung des Museums für Binnenschifffahrt in Duisburg-Ruhrort und eine anschließende Hafenrundfahrt. Bei herrlichem Wetter verlief die Fahrt problemlos und der Bus kam zur vorgesehenen Zeit am Ziel an. Die Reiseteilnehmer hatten noch Zeit zu einem kleinen Imbiss im Museumscafe und zur Besichtigung des Museumsgebäudes, einem ehemaligen Schwimmbad. Pünktlich startete dann die Führung unter sachkundiger Leitung, und den Zuhörern eröffnete sich eine spannende Einsicht in die Geschichte des Flussschiffsbaus und des Schiffsverkehrs auf Binnengewässern. Im Großen und Ganzen bezog sie sich auf den Rhein, der ja zu allen Zeiten die größte Binnenwasserstraße in Europa war und ist. Zunächst einmal faszinierten 10- 15 Meter lange Einbäume, deren Reste im Rheinschlamm gefunden worden waren, und mit denen die Kelten und andere Stämme, die am Rhein ansässig waren, den Strom bezwungen haben. Lebhaft konnte man sich vorstellen, wie Menschen auf Flößen flussabwärts gefahren sind, völlig den Gewalten des Wassers und auch des Wetters ausgesetzt. Modelle der ersten Boote erzählten von der Kunstfertigkeit der Schiffsbauer, und manch einem hat bei der Schilderung der Treidelfahrten in Gedanken das Kreuz weh getan.

Die moderne Zeit präsentierte sich dann in Gestalt eines Original Rheinschiffes, wie es noch bis ins letzte Jahrhundert auf dem Rhein verkehrte. Dieses Ausstellungsstück war auch von unten zu besichtigen, denn das ehemalige Schwimmbecken konnte es in seiner ganzen Größe aufnehmen. Auf diese Weise erhielt man auch einen Einblick in die Schwimmbadtechnik früherer Zeiten. Sie stand der heutigen kaum nach! Wenn es die Zeit zugelassen hätte, wäre mancher wohl noch gerne bei den wunderschönen Schiffsmodellen, die in großer Zahl ausgestellt waren, verweilt, aber Führungen sind nun mal leider zeitlich begrenzt. Und außerdem wartete das Schiff für die Hafenrundfahrt.

Das Fahrgastschiff „ Rheinfels“ lag am Museumsanleger und entführte die Gesellschaft bei strahlendem Wetter in die Weite des Duisburg- Ruhrorter Hafens. Vier große Hafenbecken galt es zu erkunden, der Eindruck von der Größe dieses Binnenhafens war überwältigend. Hier lagen dicht an dicht die größten und längsten Flussschiffe, die man sich vorstellen konnte, und deren Größe man auf dem Rhein nie so richtig realisiert. Kohle, Holz, Öl und Unmengen an Containern lagerten auf den Kais. Die Ausführungen des Kapitäns, wie alle diese Güter be- und entladen, verteilt und sortiert werden nötigte selbst PC versierten Zuhörern große Achtung ab. Dieser Hafen ist eine Welt für sich und fasziniert sicherlich noch bei einem zweiten Besuch. Nach zwei sehr erlebnisreichen Stunden, in denen auf dem kleinen Schiff auch noch für Kaffee und Kuchen gesorgt war, ging diese Fahrt zu Ende.

Wohlbehalten kamen alle wieder in Meckenheim an und waren sich einig in ihren Urteil: „Weiter so!“



Das gar nicht so hillije“ Köln

Gruppenbild

20 Mitglieder des Heimatvereins machten sich am 25. 3. auf, um Köln aus einer anderen Perspektive zu erkunden. „ Das sündige Köln“ hieß das Thema der Führung, die Jürgen und Barbara Wentscher vorbereitet hatten. Eine Bürgersfrau aus dem frühen 16. Jahrhundert erwartete die Gäste vor dem Dom, um zunächst einmal etwas aus ihrer Welt des Mittelalters in Köln zu berichten. Der Dom bestand zu der Zeit nur aus dem Chor und einem Viertel des Südturms, und es gab nicht wenige Stimmen in der Bevölkerung, die einen Abriss und Neubau im Stile der aufkommenden Renaissance befürworteten. Die Besucher erfuhren viel über das Leben in der Domstadt: Frauen hatten zwar keine Rechte, bestimmten aber maßgeblich den Alltag. Es gab das „ Haus der schönen Frauen“, das nicht nur geduldet sondern sogar erwünscht war, galt doch die Anwesenheit der Damen als Schutz vor zudringlichen Übergriffen auf ehrbare Bürgerinnen. Reisende „ schöne Damen“ hatten in Köln allerdings einen schweren Stand.

Die weitere Führung war mit allerlei Anekdoten und Geschichten aus dem Kölner Leben angefüllt. Man erfuhr, warum der Büßer an der Dompforte einen Stein und eine Kerze in den Händen trug, was Priester und Mönche im Bezug auf die „ schönen Frauen“ unterschied, und warum Ratsherren sogar mit Billigung ihrer Ehefrauen jenes Haus besuchen durften. Der Gang durch die Stadt führte vorbei am Gürzenich, dessen Tanzsaal die Kölner Bürger nach der Schlacht bei Worringen dem Erzbischof abgetrotzt hatten, vom Leben und Treiben auf dem Fisch- und Tuchmarkt, und was es mit dem Namen des heutigen Wesseling auf sich hat. Auch die Politik jener Zeit blieb nicht unerwähnt, soweit sie sich einer „ unwissenden Frau“ erschloss: Die Doppelspitze im Stadtrat, die eine Kontrolle der Stadtoberen garantieren sollte, die Übersiedlung jüdischer Geldleiher auf die andere Rheinseite, die erhebliche Erschwernisse im Handel brachte und der anhaltende Zwist mit dem Erzbischof. 1 ½ Stunden spannender Geschichte vergingen im Flug, danach kehrte die Gruppe zur verdienten Rast im „Früh“ ein, allerdings ohne eigenes Esswerkzeug, den im Mittelalter obligaten Löffel. Alle waren sich einig über einen schönen, erlebnisreichen Tag. C. R.



Besuch im Deutschen Bergbaumuseum in Bochum

Gruppenbild
Bei herrlichem Frühlingswetter machte sich eine Gruppe des Heimatvereins auf, um das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum zu besuchen. Trotz angekündigter Zugverspätungen wurde das Museum rechtzeitig erreicht und die Wartezeit bis zur Führung konnte genutzt werden, um einen Blick in die pracht- volle Silberkammer zu werfen, in der Kostbarkeiten aus bergmännischer Tradition aufbewahrt werden

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Die Führung beinhaltete einen Besuch unter Tage, und so wurden die Besucher bald in einem virtuellen Förderkorb in rasantem Tempo auf 1400 m Tiefe befördert. Hier im Stollen erschloss sich die Welt der Kumpels in beeindruckender Weise. Die Technik des Stollenvortriebs wurde erläutert, Maschinen von einer riesigen Vortriebsfräse bis zum handbetriebenen Schlagbohrer vorgeführt. Man erfuhr viel über die starke, körperliche Belastung der Kumpel,
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ihre Plackerei bei großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, die gesundheitlichen Gefahren durch Staub- und Lärmbelastung und nicht zuletzt über die tödliche Gefahr der Schlagenden Wetter.

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Über einen Kilometer führte der Weg durch den Stollen, immer wieder öffneten sich seitlich neue Vortriebe, durch die man eine Ahnung von der Größe dieser „ Unterwelt“ gewinnen konnte. Die Erklärung und Vorführung der Einrichtungen zur Sicherung gegen Einsturz machten deutlich, weshalb die Steinkohleförderung bei uns so sehr aufwändig und teuer ist, und warum viele Zechen stillgelegt wurden. Nach dem Besuch Unter Tage ging es auf den Förderturm, von dessen Plattform aus man einen beeindruckenden Blick über die Stadt und die Industrieanlagen der Umgebung hatte. Die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel und die Vision vom „ blauen Himmel über der Ruhr“ wurde Wirklichkeit. C. R.



Besuch bei den Bonner Werkstätten

Besuch Bonner Werkstätten Bild 1
Eine Gruppe des Heimatvereins folgte am 12. Februar einer Einladung zu einer Besichtigung der Bonner Werkstätten, einer Einrichtung der Lebenshilfe e.V. im Industriegebiet von Meckenheim. Die Meckenheimer Einrichtung bietet 240 behinderten Menschen einen ihrer Behinderung angemessenen Arbeitsplatz. Herr Hampel und Tobias Schätzer führten die Gruppe durch die verschiedenen Abteilungen und erläuterten die einzelnen Arbeitsbereiche. Im Büro-Bereich werden, angepasst an den Grad der Behinderung des Einzelnen, mehrteilige Prospekte zusammengestellt, gefaltet und kuvertiert, in der Druckerei werden komplizierte Maschinen bedient, Computer gesteuerte Druckvorlagen erstellt und künstlerische Layouts gefertigt. Es war faszinierend zu sehen, wie behinderte Menschen sich trotz ihres Handicaps die Bedienung moderner Technik zu Eigen machen. Auch die Sicherung von Drucksprühern verlangt ein gewisses Maß an Fingerfertigkeit. Laut wurde es im Bereich Holzverarbeitung. Hier werden in verschiedenen Schritten zurzeit Versandkisten hergestellt.

Besuch Bonner Werkstätten Bild 2
I n allen Abteilungen wurden die Besucher freundlich, mit einem Lächeln und teilweise mit Handschlag begrüßt, die Mitarbeiter (innen ) wirkten ruhig und ausgeglichen, die Arbeit machte ihnen offensichtlich Spaß. Im abschließenden Gespräch mit Herrn Hampel und Herrn Schätzer wurde klar, dass es sich bei dieser Einrichtung der Lebenshilfe nicht um eine „ Verwahranstalt“ für Behinderte oder gar eine „ Ausbeutung“ ihrer Arbeitskraft handelt. Hier wird behinderten Menschen bestmöglich ein sie befriedigender Arbeitsalltag angeboten. Sie werden gefördert, mental und physisch, und manchen wird der Weg in die allgemeine Arbeitswelt ermöglicht. Es bedarf schon eines gut eingespielten Teams von engagierten Fachkräften, solch eine Einrichtung mit Herz und Verstand zu leiten. Wir danken Herrn Hampel und allen seinen Mitarbeitern für die erbaulichen und informativen Stunden, die sie uns geschenkt haben. Meckenheim, im Februar 2014 C.R.



Besuch des Hänneschen-Theaters am 26.09.2013

Der Besuch des Hänneschen-Theaters am 26.09.2013 war für die mitgereisten Mitglieder des Meckenheimer Heimatvereins ein besonderes Erlebnis.

Viele kleine kölsche Geschichten erzählen die "Bläck Fööss"in ihren Liedern. Im Hänneschen-Theater wurde daraus das Puppenstück "lück wie ich un do". In dem Stück verteidigt Mieter Hänneschen Knoll das marode Haus, in dem er wohnt, gegen die Abrisswünsche einer älteren Dame. Die will dort stattdessen ein Inverstoren-Modell umsetzen. Davon wäre nicht nur die "Kaffeebud" im Erdgeschoss betroffen, sondern u.a. auch Rita Schnell und Dr. Pillemann - beides Figuren aus Bläck-Fööss-Liedern. Rettung weiß am Ende Meiers Kättche, die trickreich das Gebäude unter Denkmalschutz stellen läßt.

Untermalt wurde das Stück durch passend eingespielte Lieder der Bläck Föss, was die Besucher zum Mitsingen anregte. (©Heimatverein Meckenheim -Ursel Birr)



Blumenkorso Bad Ems am 25. August 2013

Blumencorso Bad Ems

Mitglieder und Freunde des Meckenheimer Heimatvereins waren dabei, als am letzten Sonntag im August der weltweit drittgrößte Blumenkorso zum 50. Mal durch die Kurstadt Bad Ems rollte.

Rund 1,5 Millionen Dahlien und ca. 300.000 Schnittblumen wurden auf bis zu 30 Motivwagen verarbeitet. Die filigrane Gestaltung und die Liebe zum Detail begeisterten immer wieder die Besucher.

Ergänzt wurden die Motivwagen durch eine bunte Mischung aus internationalen und nationalen Musikkapellen, Showbands und uniformierten Formationstänzern, so dass ein knapp vier Kilometer langer Zug mehrere Stunden lang an zehntausenden von Zuschauern vorbeizog.

Blumencorso Bad Ems Blumencorso Bad Ems

Leider fing es ziemlich zu Beginn des Umzuges an zu regnen. Schön anzusehen war der Blumenkorso trotzdem!




Fliegerkreuz instandgesetzt

Fliegerkreuz an der Oberen Mühle
Fliegerkreuz an der Oberen Mühle

Das Holzkreuz steht an der Straße "Am Mühlweier'. Es kennzeichnet die Absturzstelle einer zweisitzigen Messerschmitt BF 110 mit zwei deutschen Fliegersoldaten im 2. Weltkrieg. Sie wurden am 4. Oktober 1943 von einer amerikanischen P-47 D Thunderbold abgeschossen.

Der Pilot Unteroffizier Emil Haupt sprang zwar noch aus der getroffenen Maschine, aber sein Fallschirm löste sich vom Gurtzeug. Er schlug bei der "Oberen Mühle" auf einer Wiese auf und verstarb an seinen Verletzungen. Bordfunker Unteroffizier Leopold Berger stürzte mit der Maschine auf einer Wiese ab und die Maschine explodierte. Emil Haupt wurde am 12. Oktober 1943 auf dem Stadtfriedhof in Bayreuth mit allen militärischen Ehren begraben. Leopold Bergerist in Wien begraben. 58 Jahre nach dem Absturz veranlasste Hubert Spilles auf Wunsch der Familie Haupt und mit Genehmigung der Stadt Meckenheim, dass am 4. Oktober 2001 für die beiden Soldaten in der Nähe der Absturzstelle das schlichte Gedenkkreuz errichtet wurde.

Auf dem Kreuz stehen die Namen der beiden Soldaten: Flugzeugführer Emil Haupt, 24 Jahre und Bordfunker Unteroffizier Leopold Berger, 21 . Jahre. Das Kreuz hat der Enkel von Emil Haupt hergestellt. Im Jahr der Rosen 2006 pflanzte Hubert Spilles an der Stelle 25 Rosen. Die Bepflanzung wird vom Grünamt der Stadt Meckenheim gepflegt. Am 19. Juli 2011 wurde das Kreuz abgesägt. Der Enkel von Emil Haupt hat das Kreuz restauriert und gemeinsam mit Hubert Spilles wieder aufgestellt. 2012 wurde das Kreuz wieder angesägt. Es wurde von Restaurator Roland Gassert im Frühjahr 2013 restauriert und wieder aufgestellt.

Der Text ist aus dem neuen Buch "Wegekreuze, Kreuzwegstationen und kleine Kapellen in Meckenheim", das der Heimatverein voraussichtlich am 11. Juni um 19 Uhr in der Öffentlichen Bücherei St. Johannes der Täufer, Adolf-Kolping-Straße 4 vorstellen wird. ©L. Bertram Reuter und Heimatverein-Meckenheim e. V




Besichtigung der Kreuzbergkirche in Bonn 10. April 2013

Am 10. April machten sich 27 Mitglieder und Gäste des Heimatvereins auf den Weg, um ein Kulturgut unserer Region zu besichtigen. Ziel war dieses Mal die Kreuzbergkirche in Bonn. Unter Leitung von Frau S. Schachtner erreichte die Gruppe mit Bahn und Bus, einer Transportart, die sich beim Heimatverein bestens bewährt hat, gegen 14:00 Uhr den Gipfel des Kreuzberges und war zunächst einmal begeistert von der herrlichen Aussicht auf die Stadt und das Umland.

Kruezbergkirche Bonn
Kreuzbergkirche Bonn

Die Stadtführerin Frau Lange hatte schon vor einiger Zeit eine Gruppe des Heimatvereins in Bonn geführt, sie freute sich über bekannte Gesichter. Sie begann ihre Führung zunächst mit der Geschichte der Kirche und des Berges. Spannend berichtete sie über einen Bildstock am Weg nach Ippendorf und eine Kreuzkapelle in seiner Nähe, die schon im Jahr 1429 etwa 50.000 Pilger anzog. Der Erzbischof von Köln gewann Gestalt, Ferdinand von Bayern, der die heutige Kreuzbergkirche erbauen ließ, und der 1637 Mönche des Servitenordens nach Bonn und in einen Convent auf dem Kreuzberg holte. Auch vom Vandalismus der Säkularisation, in deren Verlauf die Serviten die Klosteranlage verlassen mussten, war die Rede. Staunend erlebten die Zuhörer das Innere der barocken Kirche, die „ Geschichten“ der Deckenfresken und der Kunstwerke am Altar.

Jeder konnte sich gut vorstellen, wie eindrucksvoll es gewesen sein muss, wenn der Kurfürst Clemens August im Fenster hinter dem Altar erschien, anwesend und doch von den „normalen“ Gläubigen getrennt. Er stiftete 1746 die Heilige Stiege, die kein Geringerer als der große Baumeister des Barock, Balthasar Neumann, ausführte. Den Mitgliedern der Gruppe war es vergönnt, die Stiege auf den Seitenstufen zu erklimmen und den Zauber des Heiligen Ortes auf sich wirken zu lassen.

Die Besichtigung des Betraumes des Kurfürsten vermittelte etwas von der Pracht und des Absolutismus der Herrscher jener Zeit. Dankbar verabschiedete sich die Gruppe nach zwei Stunden von Frau Lange, nicht ohne eine baldige neue Führung in Bonn zu verabreden. Die Unentwegten kehrten auf dem Rückweg noch in einem Bonner Brauhaus ein. Der Dank aller galt Frau Schachtner, die sich ein zünftiges „ Weiter so“ verdient hatte. C.R.