Auf den Spuren Karls des Großen in Aachen


Tagesauslug nach Aachen
Der Heimatverein auf den Spuren Karls des Großen in Aachen

Bei einer Tagestour nach Aachen konnten sich 25 Mitglieder des Heimatvereins von den Schönheiten der Residenzstadt Karls des Großen überzeugen. Der Tag begann mit einer Führung in der reichhaltigen Domschatzkammer. Lotharkreuz, die goldene Schwurhand und die Büste Karls des Großen sowie einige Reliquienschreine in kunstvoller Goldschmiedearbeit wurden ausführlich vorgestellt.

Danach fand die Domführung statt. Um das Jahr 800 machte Kaiser Karl der Große Aachen zum Mittelpunkt seines Reiches und begann mit dem Bau einer Pfalzkapelle, in der er selbst 814 und später Otto III beigesetzt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte diente der Dom als Krönungsstätte für 33 deutsche Könige und Königinnen. Vier große Heiligtümer, heute in kostbaren Schreinen aufbewahrt, machten Aachen schon im Mittelalter zu einem Wallfahrtsort. Seine heutige Gestalt bekam der Dom im Laufe von 1200 Jahren. Wie durch ein Wunder überstand er den zweiten Weltkrieg fast unbeschadet, und die Besucher konnten den Radleuchter, die Decken- und Wandmosaiken sowie den Kaiserthron im Oktogon dieses UNESCO Weltkulturerbes bewundern.

Nach der Mittagspause in einem gemütlichen Brauhaus machte sich die Gruppe unter Leitung eines Stadtführers auf den Weg in die Altstadt. Die Führung begann am Elisenbrunnen, wo noch immer die Elisenquelle sprudelt, die Aachen zur Anerkennung als Heilbad und bürgerli-chem Wohlstand verhalf. Von den ca. 40 Brunnen in Aachen konnte die Gruppe fünf bewun-dern. Teils wahre, teils erfundene „ Öcher Geschichten“ berichten über die Sagengestalt des Bahkauv, vom Karlsbrunnen und dem Kreislauf des Geldes. Den Aachener Originalen ist der Puppenbrunnen gewidmet und sogar ein Hühnerdieb wurde mit einem Brünnchen verewigt. Von den im Krieg zerstörten und wieder hergestellten Häusern der Altstadt beeindruckte das sog. „ Dreifensterhaus“, eine durchdachte „Sparmaßnahme“ im früheren Städtebau.

Im Couven-Haus begann ein Apotheker mit der Produktion der heute noch berühmten Aachener Schokolade und Pralinen. Das prächtige Rathaus war die „ Aula Regina“ Karls des Großen und diente unter anderem als Krönungsstätte bis 1887. Der reiche Skulpturenschmuck der Fassade erzählt die Geschichte dieses ehrwürdigen Gebäudes. An seine Flanke schmiegt sich das pittoreske „ Eulenspiegelhaus“. Noch heute ist Aachen neben seinem Namen als Europa-stadt bekannt für seine Printen. Dieses Gebäck, das nicht nur zu Weihnachten seine Liebhaber findet, entstand aus den sog. Gebildbroten, die um 1500 aus dem belgischen Dinant stammten, und von Kupferschlägern eingeführt wurden. Auch als Universitätsstadt hat Aa-chen einen guten Ruf. Seine Nähe zu den Niederlanden und Belgien bewirkt einen regen Kulturaustausch. Nach einem langen, aber ereignisreichen Tag, versammelte sich die Gruppe am Bahnhof, um müde aber sehr zufrieden die Heimfahrt nach Meckenheim anzutreten.